Meine Reise nach Burkina Faso
In wenigen Tagen reise ich zurück nach Burkina Faso – genauer gesagt nach Bobo Dioulasso, die Stadt, in der vor vielen Jahren mein musikalisches Abenteuer begann. Dort werde ich meinen Lehrer und Freund Adama Dramé wiedersehen – einen Meister der Djembe, bei dem ich 2008 ein Jahr lang lernen durfte.
Die Erinnerungen an diese Zeit sind noch immer lebendig. Obwohl mein letzter Besuch schon einige Jahre zurückliegt, habe ich das Gefühl, dass mich die Magie dieses Ortes nie losgelassen hat. Bobo Dioulasso schwingt im Rhythmus des Lebens – überall Musik, Stimmen, Bewegung und diese ganz eigene Energie, die einem sofort unter die Haut geht.
Schon bei meinem ersten Aufenthalt wusste ich, dass hier etwas Besonderes geschieht. Musik ist in Bobo keine Begleitung des Lebens – sie ist sein Herzschlag. In jeder Gasse, auf jedem Platz, in jeder Familie spielt sie eine Rolle. Die Menschen dort leben Rhythmus – mit einer Selbstverständlichkeit, die mich tief beeindruckt hat.
Adama Dramé ist für mich viel mehr als ein Lehrer. Er ist Hüter einer alten Tradition, Geschichtenerzähler, Musiker und Weiser zugleich. Geboren in eine Familie von Griots – den Bewahrern der westafrikanischen Musik und Erzählkunst – hat er die Gabe, mit der Trommel Geschichten zu erzählen, die Vergangenheit und Gegenwart verbinden. Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich zum ersten Mal eine Aufnahme von ihm hörte: sein Spiel war pure Energie, Ausdruck, Wahrheit. Ich wusste sofort, dass ich das lernen wollte.
Als ich 2008 in Bobo Dioulasso ankam, begann für mich eine neue Zeit. Adama lehrte mich nicht nur Technik, sondern Haltung. Trommeln, sagte er, sei ein Gespräch – zwischen Mensch und Instrument, zwischen Erde und Himmel.
Jede Djembe habe eine Seele, jeder Rhythmus eine Geschichte.
Und wer trommelt, hört zu.
Auch 2012, bei meinem letzten Besuch, spürte ich wieder diese besondere Kraft. Jetzt, so viele Jahre später, zieht es mich erneut dorthin zurück – um weiterzulernen, um einzutauchen, um mich erinnern zu lassen.
Burkina Faso heißt „Land der aufrichtigen Menschen“. Und genau das spürt man: Herzlichkeit, Stolz, Musik überall.
Trotz aller Herausforderungen, die das Land trägt, bleiben Wärme und Lebensfreude ungebrochen.
Ich freue mich unendlich, meine afrikanische Familie wiederzusehen – Freunde, Musiker, Weggefährten – und mich neu inspirieren zu lassen von der Kraft der Musik in Burkina Faso.
Denn egal, wohin uns das Leben führt: Musik bleibt der Faden, der uns mit der Welt und mit uns selbst verbindet.
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